Samtgemeinde Isenbüttel Prima Klima im Freibad Edesbüttel

Die Gründe für die Sanierung des Freibads sind vielfältig: Von 1993 bis 2013 wurden die verschiedenen Schwimmer und Nichtschwimmerbecken über eine Solarabsorberanlage beheizt. Durch diese Technik konnte das Wasser bei kühler Witterung beziehungsweise in den Übergangswochen jedoch nicht ausreichend beheizt werden. Die Samtgemeinde Isenbüttel verfolgte deswegen ein nachhaltiges und ganzheitliches Optimierungskonzept, um den Klimazielen der Bundesregierung langfristig nachzukommen.

Luft-/Wasser-Wärmepumpe sorgt für Beheizung
Aus diesem Grund wurde im Jahr 2014 eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 224 kW Leistung zur Wassererwärmung eingebaut. Die Luft dient bei dieser Technik als Wärmequelle. Die gewonnene Wärme wird an das Wasser des Schwimmbads weitergegeben.

Photovoltaikanlage reduziert öffentlichen Stromverbrauch
Im Jahr 2015 folgte als Maßnahme der Stromerzeugung die Installation einer Photovoltaikanlage. Der generierte Strom beliefert zum einen den Badbetrieb und wird auf der anderen Seite genutzt, um die Wärmepumpe zu betreiben. Durch den Einsatz der Photovoltaikanlage konnte der Stromverbrauch aus dem öffentlichen Netz reduziert werden. Darüber hinaus wurden durch die Installation der Wärmepumpe die CO2-Emissionen im Prozess der Wärmeerzeugung deutlich verringert.

Kommunale Synergien nutzen
Der regio+ e. V. unterstützte die Samtgemeinde als kommunaler Dienstleister in der Vorplanung der Maßnahmen und bei der Vorbereitung der Entscheidungen in den Gremien der Samtgemeinde, während die IgK Ingenieurbüro Krützfeldt GmbH für die Projektierung zuständig war und die Realisierung der Wärmepumpe umsetzte.

Lessons Learned
Der Schutz unserer Umwelt lohnt sich! Auch wenn die Einsparziele noch nicht vollständig erreicht werden konnten, werden die Erfahrungen aus dem ersten vollständigen Betriebsjahr jetzt für die Betriebsoptimierung und eine weitere Reduzierung des Schadstoffausstoßes genutzt. Es ist wichtig, auch die Politik und Verwaltung an einem solchen Projekt zu beteiligen. Durch ein gemeinsames Ziel haben alle beteiligten Institutionen in enger Zusammenarbeit zielführend an der Umsetzung mitgewirkt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Nutzerinnen und Nutzer des Freibads konnten gleichermaßen für die Themen Klimaschutz und Energiesparen sensibilisiert werden.