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Rückblick EnergieTage der Region 2010-2016

Den Rückblick zum 1. - 7. EnergieTag der Region finden Sie hier.

7. EnergieTag der Region am 9. September 2016 in Goslar

Rund 200 Experten und Interessierte haben in Goslar beim 7. Energietag der Region über Strategien zur Energiewende und zum Klimaschutz diskutiert. Sie waren der Einladung der Regionalen EnergieAgentur e. V. (REA) gefolgt und tauschten sich dort über regionale Maßnahmen für einen sinnvollen und schonenden Einsatz von Ressourcen und Material aus. Der ehemalige Bundesumweltminister und langjährige Direktor des UN-Umweltschutzprogramms Prof. Dr. Klaus Töpfer sprach in seinem Vortrag über Nachhaltigkeitsziele als Grundlage der Energiewende, die gesellschaftliche Verantwortung und sein Engagement. Auf dem Podium diskutierten im Anschluss Verantwortliche aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung über die regionalen Potenziale neuer Strategien zum intelligenten Einsatz von Energie und Material. Veranstalter des Energietags war die REA in Kooperation mit der Allianz für die Region, dem Regionalverband Großraum Braunschweig sowie der Stadt und dem Landkreis Goslar.

„Die intelligente Bereitstellung sowie der effiziente Einsatz von Ressourcen sind zentrale Herausforderungen unserer Zeit. Unser Arbeits- und Lebensalltag bestätigt, dass wir ohne einen effizienten Umgang mit Ressourcen nicht mehr wirtschaften können", erklärt Thomas Krause, Vorsitzender der REA, die Notwendigkeit des diesjährigen Schwerpunkts. Der Energietag ist zudem auch der  Auftakt der neuen und kostenfreien Impulsberatungen für kleine und mittlere Unternehmen, die in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen stattfinden.

Thomas Brych, Landrat des Landkreises Goslar, freut sich über dieses Angebot, mit dem eine nachhaltige Entwicklung im ökologischen, ökonomischen und sozialen Sinne in den Unternehmen der Region gefördert wird. Er ergänzt: „Der schonende Einsatz von Ressourcen ist unausweichlich, weil damit Kosten reduziert, Rohstoffe geschont und der Energieverbrauch gesenkt werden können. Der ökologische Aspekt erfährt gerade mit Blick auf das Image von Unternehmen zudem eine immer größere Beachtung."

Mit Klaus Töpfer haben die Organisatoren einen Referenten gewonnen, der sich stark für Nachhaltigkeit, Umweltschutz und erneuerbare Energien engagiert. Töpfer ist unter anderem Ehrenprofessor für Umwelt und nachhaltige Entwicklung an der Tongji-Universität in Shanghai und Gründungsdirektor des Forschungsinstituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit in Potsdam. Für sein Engagement erhielt der Wissenschaftler und Politiker zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, unter anderem das Bundesverdienstkreuz, den Deutschen Umweltpreis und den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für sein Lebenswerk. Im Kontext eines effizienten Umgangs mit Ressourcen betonte Töpfer während der Podiumsdiskussion, dass erhöhte Energie- und Ressourceneffizienz genauso wie Investitionen in die wirtschaftliche Nutzung erneuerbarer Energien oder in Substitutionsprozesse bei Rohstoffen Grundlage wirtschaftlicher Stabilität werden: „Die Digitalisierung wird diese Effizienzrevolution sehr dynamisch beflügeln und tragen. Neue „Hidden Champions" werden sich entwickeln und Grundlage stabilen Wohlstands ohne Abwälzung von Kosten auf die Umwelt oder die soziale Stabilität sein. Diese Chancen gilt es nicht nur frühzeitig zu erkennen, sondern sie auch in einer offenen demokratischen Gesellschaft zu nutzen", sagte Töpfer.

Veranstaltungsort des Energietages ist das Batterie- und Sensoriktestzentrum. Hier wird von der TU Clausthal mit dem Energie-Forschungszentrum Niedersachsen und dem Fraunhofer Heinrich-Herz-Institut unter anderem das Verhalten von Hochleistungsenergiespeichern in Grenzsituationen untersucht. Für Prof. Dr. Wolfgang Schade ist das aktuell neben Reichweite und Ladestationen ein weiteres wichtiges Thema aus dem Bereich Umweltschutz und Elektromobilität: „Lithium-Ionen-Batterien haben in den letzten Jahren aufgrund ihrer vergleichsweise hohen Energiedichte bei verschiedensten Elektronikanwendungen wie Smartphones, Notebooks, Kameras sowie Robotik und Werkzeuge eine rasante und weite Verbreitung gefunden. Sie speichern einerseits große Energiemengen, auf der anderen Seite können bereits kleinste technische Defekte oder unsachgemäße Behandlung zu einer unkontrollierten Abgabe der chemisch gespeicherten Energie führen", erklärt Schade, der hier am Campus gemeinsam mit Partnern aus der Region an neuen Sicherheitskonzepten arbeitet.

Diskutiert wurden im Anschluss weitere regionale Beratungsleistungen und -netzwerke. Gemeinsam erklärtes Ziel ist es, durch effiziente und wirtschaftliche Lösungen die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu erhöhen, gerade auch für die ländlich geprägten Teile.

Seit 2010 findet der Energietag der Region einmal im Jahr an wechselnden Orten und mit verschiedenen Schwerpunktthemen statt. Ziel ist es, vor allem kleine und mittlere Unternehmen auf dem Weg hin zu energie- und materialeffizienterem Wirtschaften zu begleiten. Weitere Informationen unter http://www.regionale-energieagentur.de/energietage.html. Der Energietag der Region wird von der Wolfsburg AG und weiteren Sponsoren unterstützt.

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